Erstes Lübecker Barcamp

Vortrag Barcamp am 23.01.17 in der Loge

Auf HL-Live kam Ende November 2016  die Mitteilung:

Die Hanse ruft zum ersten Lübecker Barcamp 

Hört sich irgendwie an wie Camping und barfuß oder noch schlimmer, auf den ersten Blick fragt man sich: Was machen die da eigentlich?

Von Freunden wusste ich zumindest, dass es etwas sehr Interessantes sein soll.

Was schreibt also HL-live dazu?

„Entscheider, Entwickler, Kreative und Macher aus allen Bereichen der IT- und Kreativwirtschaft treffen sich zum ersten Lübecker Barcamp am Freitag, 25., und Sonnabend, 26. November 2016, im cloudsters, Schüsselbuden 30.

Dabei werden aktuelle Themen rund ums Internet und digitale Aspekte des Lebens diskutiert, neue Ideen entwickelt und sicher auch Grundsteine für gemeinsame neue Projekte gelegt. Zudem werden Netzwerke ausgebaut und verfestigt. Interessierte können sich für die kostenfreie Veranstaltung im Internet  registrieren. Dabei ist Schnelligkeit gefragt: Die Plätze sind limitiert!

Ein Barcamp hat keine Besucher – nur Teilnehmer. Es ist eine offene Tagung mit Workshops, Vorträgen und Diskussionsrunden, deren Inhalte und Ablauf spontan von den Teilnehmern zu Beginn des Tages selbst gestaltet werden. Schwerpunkte liegen dabei auf Themen wie Internet-Trends, Software-Entwicklung, Online-Marketing, Netzpolitik, Datensicherheit, Design-Trends und Existenzgründungen. Außer dem Networking stehen der inhaltliche Austausch und die Diskussion im Vordergrund.

Das Barcamp-Format ist bereits in einigen Städten im Norden etabliert. Die Teilnehmer setzen sich aus Mitgliedern der aktiven und kreativen Webszene aus ganz Deutschland und dem Ausland zusammen. Die Themenvielfalt ist in jedem Jahr so bunt wie das Publikum. Lübeck braucht ein derartiges Format für kreativen Gedankenaustausch und Vernetzung zwischen Bloggern, Kreativen, Werbern und Technik- und Internet-Enthusiasten.

Unterstützt und in dieser Form erst ermöglicht wird das Barcamp Lübeck von zahlreichen Sponsoren aus der Region. Zu den diesjährigen Sponsoren zählen – außer dem cloudsters Lübeck – die Mach AG, die Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein, die IHK zu Lübeck, der GründerCube, oncampus, das Clustermanagement Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein (DiWiSH) und viele mehr. Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.barcamp-luebeck.de    „

 

 

 

 

Das Barcamp startete , ich konnte am Freitag leider noch nicht teilnehmen, und sofort kam auf hl-live die nächste Mitteilung

 

Erstes Lübecker Barcamp erfolgreich gestartet

Themen vorschlagen, eigenes Wissen präsentieren, neue Aspekte aufnehmen sowie nebenbei Kaffee trinken und twittern: 300 Teilnehmer diskutierten am vergangenen Wochenende in den Räumen des cloudsters Lübeck auf dem ersten Lübecker Barcamp.

In 56 Sessions ging es auf der Mitmach-Konferenz um alle gesellschaftlichen Facetten der Digitalisierung und des Internets. Die Bandbreite reichte dabei von politischen Themen wie den Folgen des Brexits über gesellschaftliche Herausforderungen wie digitale Bildung und altersgerechte Technik bis hin zu digitalen Trends wie Virtuelle Realität und StartUp-Strategien. Und auch das Netz arbeitete mit: Zeitweilig wurde im deutschsprachigen Twitter über kein Thema stärker diskutiert als über das Lübecker Barcamp.

Auch der Chef der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein, Thomas Losse-Müller, leitete eine eigene Session. Er betonte, dass der Norden sich auf den Weg in die digitale Zukunft machen müsse. ,Dabei benötigen wir auch diese Szene. Wir brauchen 'Digitalos' im Land, die alle dabei unterstützen können, das 21. Jahrhundert zu erobern", sagte Losse-Müller.

,Die Resonanz war überwältigend", fasste Stefan Stengel vom Organisations-Team zusammen. ,Das große Interesse hat gezeigt, dass Lübeck ein entsprechendes Format zum kreativen Gedankenaustausch und zur Vernetzung braucht. Wir planen daher für das kommende Jahr die zweite Auflage des Lübecker Barcamps." Als Termin wird wieder das erste Adventswochenende - und damit der 1. und 2. Dezember 2017 - anvisiert.

 

 

 

 

 

Wie habe ich nun das 1. Lübecker Barcamp erlebt?

Am Samstag gab es ab  8:30  Frühstück  und um 10:00 Uhr stand eine Begrüßung auf dem Plan.

Ich machte mich also so gegen 9:00 Uhr zum Frühsrück auf den Weg ins  Cloudsters in der Braunstr 1.

Wer kennt das Cloudsters und hat schon einmal einen Raum genutzt oder an einer Veranstaltung teilgenommen?  Nur wenige.

Es folgt deshalb nun ein kleiner, aus meiner Sicht, wichtiger Exkurs über die Idee des Cloudsters.  Auf der Homepage des Cloudsters beschreiben die Teilnehmer sich so:

Eine Community von Unternehmern: Ärmel aufkrempeln, machen! Wir sind eine Community von Lübecker Unternehmern, die an eigenen und gemeinsamen Projekten arbeiten. Wir lernen voneinander und miteinander, wir unterstützen uns mit Rat und Tat. Über die unten stehenden Mitgliedschaftsmodelle nehmen wir dich in unserer Mitte auf. Für spannende Projekte vergeben wir Stipendien, sprich mit uns.

 

Zur Verdeutlichung  nun  noch ein Interview  veröffentlicht  in der Zeitschrift „enorm- die Zukunft fängt bei dir an“ mit dem Gründer der Cloudsters Idee Holger Eggerichs

Herr Eggerichs, was ist cloudsters?

cloudsters ist eine Plattform für gesellschaftliches Engagement. Hier kann jeder, ob freiberuflich, angestellt oder gar nicht mehr arbeitend, ein bisschen was von seiner Zeit, seinen Ideen und vielleicht finanziellen Möglichkeiten in soziale Projekte stecken. Und wir tragen mit digitalen und realen Arbeitsräumen in Städten zur Vernetzung der Gleichgesinnten bei.

Man kann sich das als eine Art moderne Bürgerstiftung vorstellen, die als Hilfsmittel die Medien und Technologie nutzt, um ihr Wissen und Engagement zu bündeln. In Lübeck ist daraus zum Beispiel ein großer Naturkindergarten entstanden, und aktuell stoßen wir ein Projekt zum Thema Weiterbildung für alle Schichten an. Der Grundansatz ist immer: Man hat einen gemeinsamen Raum, eine Plattform, um solche Ideen zu entwickeln, auf die man alleine vielleicht nicht gekommen wäre.
Auf der einen Seite virtuell und auf der anderen Seite auch in realen Räumen in Berlin und Lübeck.

 

 

 

Berlin und Lübeck – zwei sehr unterschiedliche Städte. Setzt sich das Prinzip von cloudsters in jeder Stadt gleich um?

Der große Unterschied ist, dass wir in Lübeck einige Jahre Vorlaufzeit hatten. Letztendlich findet man aber in jeder Stadt Menschen, die sich engagieren wollen. Über das Modell cloudsters helfen wir ihnen, sofort damit anzufangen und Mitstreiter zu finden. Virtuell geht das schon in 21 Städten in Deutschland, aber tatsächlich auch an einem physischen Ort anzufangen, ist zunächst eine Hürde. Es müssen zum Beispiel passende Räume gefunden werden.

Wie entsteht  die cloudsters-Community?

Grundsätzlich läuft das Ganze immer virtuell an. In der cloudsters Community treffen sich die Leute, die Lust haben, sich für ihre Stadt zu engagieren. Wir stellen beliebigen Städten und Regionen ein solches Portal kostenlos zur Verfügung. Dann gibt es eine zweite Ebene auf dieser virtuellen Plattform, auf der man konkret an Projekten arbeiten kann, über alle System- und Organisationsgrenzen hinweg. Das sind sozusagen die ersten Klicks, die diese Leute zusammenbringen. Von E-Mail über Video-Chat, Kalender, Intranet, Video-Konferenzen und gemeinsamen Dokumenten ist alles vorhanden, um spontan oder langfristig professionell an eigenen oder gemeinsamen Themen zu arbeiten. 

Wie sieht mein Zuhause im cloudsters aus?

In Lübeck haben wir ein Drittel der 6000qm als Open Space eingerichtet, ein Mix aus Café, Wohnzimmer und Büro, in dem man konzentriert für sich, aber auch gemeinsam arbeiten kann. Ein weiteres Drittel sind verschiedengroße Multifunktionsräume, wo zum Beispiel Meetings stattfinden oder man sich zurückziehen kann. Dafür haben wir ein Buchungssystem. Das letzte Drittel ist Kreativraum, eine Art Gemisch aus Spielplatz und Bereich, wo Unternehmer sich austauschen können.

Und wer macht alles mit?

Unsere Mitglieder haben die verschiedensten beruflichen und sozialen Hintergründe. Sie sind im weitesten Sinne Sozialunternehmer, das soziale Engagement, der Wunsch nach Nachhaltigkeit und die Lust auf Gemeinschaft verbindet sie. Ob es bedeutet, dass jeder sein eigenes Sozialunternehmen gründet, ist da nicht so sehr im Fokus. Aber Gründer treffen in der Community auf breit gefächerte Kompetenzen. Wir wollen die Leute generell inspirieren, sich sozial und unternehmerisch zu engagieren. Unsere Herangehensweise ist da eher pragmatisch, für uns ist es zunächst einmal wichtig, dass Menschen sich trauen, etwas zu “unternehmen”.

 

Nun zurück zu meinen Eindrücken im Coudsters. In diesen Räumen im Cloudsters habe ich also erst einmal ein kleines  Frühstück eingenommen und mich mit einigen der inzwischen zahlreichen Teilnehmern vor Ort  ausgetauscht.

Um 10:00 Uhr gab es dann die Begrüßung mit einer kleinen Einführung in die Idee des Barcamps. Danach konnte man sich als Referent anmelden. D.h. es bildete sich sofort eine Schlange an der Anmeldung, der Referent stellte sich dem Publikum  kurz vor und nannte sein Thema und fragte wer teilnehmen möchte. Diese Themen wurden in einen Tagesplan eingetragen wo jeder sich  Thema und Raum  heraussuchen konnte.

Ich wählte :

balticult.net     Infrastruktur für Kultur und Bildungsaustausch im Ostseeraum ,

dann folgte    „Website Relaunch ohne Absturz bei Google“

danach gab es erst einmal Mittagessen mit der Möglichkeit zu  Gesprächen und

dann folgte der Kurs „Sketchnotes for beginners“

Und letztendlich noch    „#MetaNook wie erreichen wir mehr von euch?“

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.  Jetzt stehe ich für Fragen oder Diskussion zur Verfügung und vielleicht besucht der eine oder andere sogar mit mir das  2. Lübecker barcamp  Ende 2017.

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