Seniorenfahrt zum Weihnachtsmarkt

Unsere letzte Fahrt in diesem Jahr 2016 mit Senioren aus einem der 8 Lübecker städtischen Altenheime führte uns zum Weihnachtsmarkt nach Bad Schwartau.

Eigentlich beenden wir die Fahrten Ende Oktober. Denn danach kann das Wetter etwas ungemütlich sein. Bei Regen und Starkwind fühlen sich die Senioren meist unsicher auf den Beinen.

Die Tradition des Altenheim “Heiligengeisthospital” erfordert es jedoch, dass ein Weihnachstmarkt besucht wird um bereits Ende November den Heimbewohnern/innen Weihnachtsstimmung nahe zu bringen.

So bat die Betreurin Anja uns, die Seniorenbetreuung (sie ist einer der sozialen Arme unserer “Loge zu den 7 Türmen”), in diesem Jahr wieder mit einigen ihrer “Schützlinge” zum Weihnachtsmarkt zu fahren. Ich erklärte mich spontan bereit die Fahrt zu übernehmen.

Um 14 Uhr soll es losgehen. Leider verspäte ich mich wegen der zu vollen Strassen in Lübeck. Deswegen sind die 3 Seniorinnen und 2 Senioren schon besonders aufgeregt als ich endlich mit 10 Minuten Verspätung am Haupteingang des Heiligengeisthospital vorfuhr. Als alter Mensch legt man besonderen Wert auf Pünktlichkeit. Ja, so ist das. Scherze darüber zu machen ist keine gute Idee.

Nach und nach “verstauen” wir die alten Leute in unserem Bus. Ein besonderer Akt ist immer das Einladen der Rollatoren und Rollstühle, der Platz dafür ist etwas beengt.  Zum Glück sind es heute nur 2 plus 1. (2 Senioren mussten kurzfristig wegen Unpässlichkeit absagen). Nach dem ich mich erst einmal für die Verspätung entschuldigt hatte, konnte die Fahrt starten.

Nun ist Bad Schartau sozusagen um die Ecke von Lübeck und wir waren zügig am Ziel. Aber,  es dauert seine Zeit bis alle wieder ausgestiegen und bereit sind zum Weihnachtsmarkt zu gehen.


Für mich als Logenbruder der bereits seit 30 Jahren fährt, ist es immer noch eine Übung in Geduld. So war es auch heute wieder. Aber ich nehme dieses Ehrenamt des Fahrens alter Menschen gern wahr. Es ist immer wieder faszinierend zu erleben wie glücklich und gelöster Stimmung die Senioren nach Ende so eines kleinen Ausflugs wieder aus dem Bus steigen. Es bedeutet für sie ein Herauskommen aus dem Heim, etwas anderes erleben, eventuell eine Kleinigkeit kaufen, andere Gesichter sehen, Gesprächsstoff zu haben.


Der heutige Ausflug waren die letzten 25 von insgesamt 7237 in diesem Jahr zurück gelegten Kilometer. Ca. 620 Altenheimbewohner/innen haben wir mit unserem Bus eine Abwechslung geboten. Wir, das sind 15 ehrenamtliche Fahrer. Alle fahren gern, weil die empfangende Dankbarkeit ein schönes Gefühl vermittelt.


Ein Beitrag von Bruder Heino Haase

Alle Bilder ©Heino Haase

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